
Nachwuchswissenschaft im DZL: Forschen, Vernetzen, Mitgestalten
Als junge Wissenschaftlerinnen, die sich mit Neugier und Engagement der Lungenforschung widmen, haben wir im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) einen Ort gefunden, der uns fachlich wie menschlich weiterbringt. Das DZL lebt den Austausch - offen, interdisziplinär, standortübergreifend - und schafft so ein Umfeld, in dem Zusammenarbeit und Karriereentwicklung Hand in Hand gehen.
Für uns bedeutet das: nicht isoliert im eigenen Forschungskontext arbeiten, sondern gemeinsam weiterdenken. Ob im Labor, bei der Bildauswertung oder im Rahmen klinischer Projekte – wir profitieren täglich vom offenen Miteinander zwischen Naturwissenschaftler:innen, Mediziner:innen und Datenexpert:innen. Der interdisziplinäre Dialog eröffnet neue Blickwinkel und führt oft zu innovativen Lösungsansätzen.
Die regelmäßigen Treffen auf Plattform- oder Disease Area-Ebene sowie die DZL-Jahrestreffen helfen uns, unsere Forschung im größeren Zusammenhang zu verorten, Synergien zu erkennen und Anknüpfungspunkte für gemeinsame Projekte zu finden. Dabei entsteht ein Netzwerk, das weit über reine Kooperation hinausgeht: ein lebendiges wissenschaftliches Miteinander, das den Gedanken der Translation – also die Überführung von Forschungserkenntnissen in die klinische Anwendung – wirklich erlebbar macht.
Seit 2023 engagieren wir uns zudem als Co-Koordinatorinnen in unterschiedlichen Bereichen des DZL: Ann-Kathrin in der Disease Area Lung Cancer, Lena in der Plattform Imaging. Diese Rollen ermöglichen uns Verantwortung zu übernehmen und die Perspektive des wissenschaftlichen Nachwuchses einzubringen.
Dabei erleben wir, wie vielschichtig wissenschaftliche Koordination sein kann. Als Co-Koordinatorinnen wirken wir an der inhaltlichen und strategischen Weiterentwicklung unserer jeweiligen Bereiche mit – sei es bei der Planung von Workshops, bei der Formulierung langfristiger Ziele oder im Austausch mit anderen Akteur:innen innerhalb und außerhalb des DZL. Wir lernen, Interessen zu bündeln, Entscheidungen vorzubereiten und interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern - und erhalten Einblicke in politische Entscheidungsprozesse, die Forschungsstrukturen langfristig prägen.
Diese Aufgaben helfen uns, den Blick zu weiten und das große Ganze mitzudenken: Wie entstehen Forschungsprioritäten? Welche Rahmenbedingungen braucht gute Zusammenarbeit? Und wie lässt sich der Weg von der Idee zur Umsetzung aktiv gestalten?
Ein besonderes Anliegen ist es uns, die Sichtbarkeit und Mitgestaltungsmöglichkeiten junger Wissenschaftler:innen zu stärken. Wir setzen uns dafür ein, dass ihre Ideen, Perspektiven und Herausforderungen Gehör finden. Durch gezielte Formate und persönlichen Austausch schaffen wir Räume, in denen Nachwuchswissenschaftler:innen vernetzen, einbringen und weiterentwickeln können.
Unsere bisherigen Erfahrungen im DZL zeigen, wie viel Potenzial in einem offenen, interdisziplinären Forschungsnetzwerk steckt. Wir sind dankbar, dieses Netzwerks aktiv mitgestalten zu können. Ein besonderer Dank gilt auch unseren erfahrenen Mitkoordinator:innen in der Disease Area bzw. Plattform. Ihre Expertise, ihr strategischer Weitblick und ihre Offenheit, uns einzubinden, schaffen für uns ein wertvolles Lernumfeld – und geben uns Raum, fachlich und persönlich zu wachsen.
Der fachübergreifende Austausch, die Möglichkeit zur Mitwirkung und das gemeinsame Ziel, Forschung in klinischen Nutzen zu überführen, motivieren uns täglich. Wir freuen uns auf kommende Begegnungen, neue Impulse – und danken allen, die uns auf diesem Weg begleiten.
Autoren:
Ann-Kathrin Daum | Personalisierte Medizinische Onkologie, Deutsches Krebsforschungszentrum
Lena Wucherpfennig | Diagnostische und interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum Heidelberg
