
Dr. med. Nils Englert, M.Sc. | |
Assistenzarzt und Clinician Scientist | |
Pathologisches Institut, Universitätsklinikum Heidelberg | |
Beruflicher Werdegang
Dr. Nils Englert ist Assistenzarzt und Clinician Scientist am Pathologischen Institut Heidelberg. Nach seinem Studium der Humanmedizin und Translational Medicine an der Universität Würzburg sowie seiner Promotion mit dem Titel „Die Rolle der NO-sensitiven Guanylyl-Cyclase in der Lungenfibrose der Maus“ und seiner Masterarbeit „Role of NO-Sensitive Guanylyl Cyclase in Pulmonary Pericytes During Resolution of Murine Lung Fibrosis“ am Physiologischen Institut der Universität Würzburg wechselte er 2023 an das Pathologische Institut Heidelberg. Er ist Mitglied der Sektion Digitale Pathologie sowie des Translational Spatial Profiling Center (TSPC) Heidelberg. Sein aktueller Fokus liegt auf der Thoraxpathologie und der translationalen Lungenforschung.
Expertise
Die wissenschaftliche Expertise von Dr. Nils Englert umfasst interstitielle Lungenerkrankungen (ILD) und deren experimentellen Modelle, insbesondere das Bleomycin-Modell sowie Lineage-Tracing-Ansätze in der Maus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rolle der NO-sensitiven Guanylyl-Cyclase (NO-GC) sowie auf der funktionellen Bedeutung pulmonaler Perizyten und deren Transdifferenzierung zu interstitiellen Myofibroblasten. Methodisch beinhaltet dies unter anderem Immunfluoreszenzanalysen an Kryo- und Paraffingewebe sowie moderne hochauflösende Multiplex-Imaging-Technologien (COMETTM, Lunaphore).
- Translationale, Gewebe-basierte Lungenforschung
- Bleomycin-induzierte Lungenschädigung in Maus und Mensch
- Rolle pulmonaler Perizyten in der murinen und humanen Lungenfibrose
Diffuse Parenchymatöse Lungenerkrankungen
Mutschler CH, Seybold B, Aschauer S, Englert N, Weis CA, Poth T, Cetiner D, Wielpütz MO, Kehr D, Weigand MA, Kalenka A, Fiedler-Kalenka MO. Optimizing Positive End-Expiratory Pressure in Asymmetric Acute Lung Injury in a Porcine Model: The Role of Transpulmonary Pressure. Int J Mol Sci. 2025 Oct 14;26(20):9985. doi: 10.3390/ijms26209985.
Englert N, Burkard P, Aue A, Rosenwald A, Nieswandt B & Friebe A. (2023). Anti-fibrotic and anti-inflammatory role of NO-sensitive guanylyl cyclase in murine lung fibrosis. Int J Mol Sci. 24(14),11661. https://doi.org/10.3390/ijms241411661
Aue A*, Englert N*, Harrer L, Schwiering F, König P, Adams R, Schmidtko A, Friebe A & Groneberg D. (2023). NO-sensitive guanylyl cyclase discriminates pericyte-derived interstitial from intra-alveolar myofibroblasts in murine pulmonary fibrosis. Respir Res. 24(1):167. doi.org/10.1186/s12931-023-02479-2 *both authors contributed equally
Friebe A & Englert N. (2022). NO-sensitive guanylyl cyclase in the lung. Br J Pharmacol 179, 2328-2343. doi.org/10.1111/bph.15345
Lungenforschung - Projekte
1. Rolle der NO-sensitiven Guanylyl Cyclase in der murinen Lungenfibrose
Wir konnten bereits anti-inflammatorische und anti-fibrotische Effekte der NO-sensitiven Guanylyl Cyclase (NO-GC) in der murinen Bleomycin-induzierten Lungenfibrose zeigen. In dieser Studie untersuchen wir eine potenzielle anti-proliferative Rolle von NO-GC während des fibrotischen Remodellings. Hierzu verwenden wir globale NO-GC-Knockout-Mäuse (GCKO) sowie Wildtyp-Geschwistertiere als Kontrollen. Der Krankheitsverlauf wird zu definierten Zeitpunkten analysiert. Histologische, molekulare und bildgebende Verfahren dienen der Bewertung von Gewebeschädigung und proliferativer Aktivität. Ziel ist es, den funktionellen Beitrag der NO-GC sowie ihr therapeutisches Potenzial bei pulmonaler Fibrose zu definieren.
2. Translationale Charakterisierung Perizyten-abstammender Myofibroblasten in der murinen und humanen Lungenfibrose
In einer vorherigen Studie konnten wir eine neue Population Perizyten-abstammender Myofibroblasten in der murinen Lungenfibrose identifizieren. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Perizyten eine zentrale Rolle in der Pathogenese der Lungenfibrose einnehmen. Wir postulieren, dass die Differenzierung von Perizyten zu Myofibroblasten eine mechanistische Verbindung zwischen mikrovaskulärer Schädigung und progredientem fibrotischem Remodeling bildet und somit ein potenzielles diagnostisches und therapeutisches Ziel darstellt. Zur Überprüfung dieser Hypothese charakterisieren wir diese Zellen sowie ihre Zell-Zell-Interaktionen in murinem und humanem Lungenfibrose-Gewebe. Ein multimodaler Ansatz (Bulk-Transkriptomik, Synchrotron-basierte 3D-Bildgebung, quantitative Histologie und Multiplexed Imaging) wird eingesetzt, um räumlich aufgelöste Biomarker der Lungenfibrose zu identifizieren.
3. Etablierung der Bleomycin-induzierten Lungenschädigung in humanen Precision Cut Lung Slices (PCLS)
In dieser Studie wird die Bleomycin-induzierte Lungenschädigung in humanen Precision Cut Lung Slices (PCLS) charakterisiert und als translational relevantes Modell für interstitielle Lungenerkrankungen (ILD) etabliert. Dabei werden strukturelle und funktionelle Veränderungen im Gewebe systematisch analysiert und mit Multi-omics-Daten (Genom, Transkriptom, Proteom) integriert. Ziel ist die Identifizierung neuer, therapierelevanter Zielstrukturen sowie die Validierung des PCLS-Modells für den Einsatz in präklinischen Studien.
