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Prof. Dr. Rocio Sotillo

Abteilungsleiterin Molekulare Grundlagen thorakaler Tumoren

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

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Beruflicher Werdegang

Rocio Sotillo ist Leiterin der Abteilung Molekulare Thoraxonkologie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Professorin an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg. Nach Abschluss ihres Pharmaziestudiums an der Universität San Pablo-CEU (Spanien) promovierte sie am Nationalen Krebszentrum Spaniens (CNIO) in Madrid. Sie war Postdoktorandin am Sloan Kettering Cancer Center in New York und wissenschaftliche Mitarbeiterin am EMBL-Rom.
 

Expertise

Die Sotillo-Gruppe hat ein langjähriges Interesse an menschlichem Lungenkrebs. Sie wendet genomische und funktionelle Ansätze zur Untersuchung des Lungenadenokarzinoms in innovativen Mausmodellen an. Dazu zählen auch die jüngsten Bemühungen zur Modellierung von EML4-ALK-gesteuertem Lungenkrebs. Darüber hinaus ist die Gruppe auch an Krebs-Aneuploidie und Chromosomeninstabilität interessiert. Das Team hat gezeigt, dass Chromosomeninstabilität, die durch die Überexpression des mitotischen Kontrollpunktgens Mad2 induziert wurde, die Entwicklung rezidivierender Tumoren im Zusammenhang mit dem Kras-G12D-induzierten Lungenadenokarzinom erleichtert. Ebenso wird die Entstehung resistenter Subklone in Her2- und Kras-Brustkrebsmodellen nach Induktion von Selektionsdruck durch Onkogen-Inaktivierung erleichtert.

Alternative: Darüber hinaus hat die Gruppe ein Interesse an Krebs-Aneuploidie und Chromosomeninstabilität. Die Gruppe hat gezeigt, dass die Überexpression des mitotischen Kontrollpunktgens Mad2 Chromosomeninstabilität verursacht, die wiederum zur Entwicklung rezidivierender Tumoren und der Entstehung resistenter Subklone in bestimmten Krebsmodellen beträgt.

  • Ursprungszelle des Lungen-Adenokarzinoms
  • Resistenzmechanismen beim Lungenkrebs
  • Identifizierung von EML4-ALK-Schwachstellen
  1. Diaz-Jimenez, A., Shuldiner, E. G., Somogyi, K., Gonzalez, O., Akkas, F., Murray, C. W., Andrejka, L., Tsai, M. K., Brors, B., Sivakumar, S., Sisoudiya, S. D., Sokol, E. S., Petrov, D. A., Winslow, M. M., & Sotillo, R. (2024). EML4-ALK variant-specific genetic interactions shape lung tumorigenesis. BioRxiv, 2024.08.26.609730. (accepted, Cancer Discovery, 2025)
  2. Diaz-Jimenez A, Ramos M, Helm B, Chocarro S, Frey DL, Agrawal S, Somogyi K, Klingmüller U, Lu J, Sotillo R. Concurrent inhibition of ALK and SRC kinases disrupts the ALK lung tumor cell proteome. Drug Resist Updat. 2024 May;74:101081. doi: 10.1016/j.drup.2024.101081. 
  3. Horvat NK, Chocarro S, Marques O, Bauer TA, Qiu R, Diaz-Jimenez A, Helm B, Chen Y, Sawall S, Sparla R, Su L, Klingmüller U, Barz M, Hentze MW, Sotillo R*, Muckenthaler MU*. Superparamagnetic Iron Oxide Nanoparticles Reprogram the Tumor Microenvironment and Reduce Lung Cancer Regrowth after Crizotinib Treatment. ACS Nano. 2024 Apr 30;18(17):11025-11041. doi: 10.1021/acsnano.3c08335. 
  4. Alonso de la Vega A, Temiz NA, Tasakis R, Somogyi K, Salgueiro L, Zimmer E, Ramos M, Diaz-Jimenez A, Chocarro S, Fernández-Vaquero M, Stefanovska B, Reuveni E, Ben-David U, Stenzinger A, Poth T, Heikenwälder M, Papavasiliou N, Harris RS, Sotillo R. Acute expression of human APOBEC3B in mice results in RNA editing and lethality. Genome Biol. 2023 Nov 24;24(1):267. doi: 10.1186/s13059-023-03115-4. 
  5. Kandala S, Ramos M, Voith von Voithenberg L, Diaz-Jimenez A, Chocarro S, Keding J, Brors B, Imbusch CD, Sotillo R. Chronic chromosome instability induced by Plk1 results in immune suppression in breast cancer. Cell Rep. 2023 Dec 26;42(12):113266. doi: 10.1016/j.celrep.2023.113266. 

PubMed Link

Kalman Somogyi

Postdoc

 

Maria Ramos

PhD student

 

Mulham Najarejh

PhD Student

 

Mayte Castillo

PhD Student

 

Maria Capone

PhD Student

 

Amelie Mahr 

PhD Student

 

Lungenforschung - Projekte

  1. Tracking-Resistenz bei ALK-positivem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs
    Die Mehrheit der ALK (anaplastische Lymphomkinase) -positiven Lungenkrebspatienten entwickelt Mutationen in der ALK-Kinase-Domäne, die dem Tumor eine Resistenz gegen die auf ALK abzielenden Therapien verleihen. Im klinischen Umfeld kann die Resistenz nur an Endpunkten bestimmt werden, so dass es fast unmöglich ist, die dynamische Anpassung, Selektion und Tumorentwicklung unter Therapie zu analysieren. Daher ist es wichtig, Biomarker zu etablieren und auf der Basis molekularer Merkmale das Ansprechen und das Versagen einer optimierten ALK-gerichteten Therapie vorherzusagen. Das Team setzt ALK-gesteuerte Lungenkrebs-Mausmodelle ein, um Informationen über das Ansprechen auf die Behandlung mit ALK-Inhibitoren in vivo zu erhalten.
  2. Identifizierung der Ursprungszelle des ALK-gesteuertem Lungen-Adenokarzinoms.
    Der bahnbrechende Erfolg der Checkpoint-Blockade sowie zielgerichteter Therapien beim nicht-kleinzelligen Lungenkrebs hat die Überlebensraten in den letzten Jahren dramatisch verbessert. Dennoch sind die Zellen, aus denen die Tumoren hervorgehen, sowie ihre genomische Landschaft und ihre Interaktion mit der Mikroumgebung des Tumors nicht genau definiert.

    Die Gruppe hat neueste Mausmodelle verwendet, in denen Technologien zur Rückverfolgung der Abstammungslinie und zur Bearbeitung des Genoms kombiniert wurden, um ein stochastisches, auf die Zellabstammung rückverfolgbares EML4-ALK-Lungenkrebsmodell zu entwickeln. So identifizierten sie Clubzellen und alveoläre Typ-2-Zellen als die initiierenden Zellen bei der Bildung des Lungenadenokarzinoms. Um weitere Erkenntnisse über diese Zelltypen zu gewinnen, wird die Gruppe eine Bisulfit-Sequenzierung des gesamten Genoms und eine RNA-Sequenzierung von normalen Zellen (aus denen die Tumorzellen stammen) und von den Tumoren selbst durchführen. Anschließende bioinformatische Analysen werden es erlauben, diejenigen genomischen Regionen/Gene zu identifizieren, deren Methylierungsstatus/Expressionsniveau während der Tumorentstehung unverändert bleibt, was als Marker für die Ursprungszelle des Lungenkrebses dienen kann.

  3. Entwicklung von 3D-Kultursystemen von Lungenkrebs
    3D-Kultursysteme reproduzieren die zelluläre Komplexität und räumliche Organisation des Lungengewebes.
    Die Gruppe verwendet 3D-Kulturen von Maustumorzellen sowie von Zellen, die von Patienten stammen, um die Wirkung von Medikamentenkombinationen zu analysieren, die zu einem besseren Ansprechen auf die Behandlung führen könnten.