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25 Jahre Lungenbiobank Heidelberg

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Mehr als 680.000 Blut- und Gewebeproben, klinische Daten von über 20.000 Patientinnen und Patienten, jährlich rund 50 unterstützte Forschungsprojekte und durchschnittlich 20 wissenschaftliche Publikationen: Seit 25 Jahren schafft die Lungenbiobank Heidelberg eine wichtige Grundlage für Fortschritte in der Lungenforschung.

Gegründet wurde die Lungenbiobank 2001 in der Thoraxklinik Heidelberg. Was als Gewebesammlung begann, hat sich zu einer der größten Sammlungen von Lungen- und Lungentumorproben in Deutschland entwickelt. Einen wichtigen Anteil an dieser Entwicklung hat die Einbindung in das Translational Lung Research Center Heidelberg (TLRC), Partner im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL).

Heute stellt die Lungenbiobank Forschenden nicht nur Gewebe und Blut zur Verfügung, sondern auch weitere Biomaterialien wie Lungenspülungen, Pleuraergüsse und Atemkondensate – jeweils ergänzt um klinische Daten. Damit schafft sie eine wichtige Grundlage, um Krankheitsmechanismen besser zu verstehen, Biomarker zu identifizieren und neue Diagnose- und Therapieansätze zu erforschen.

Mehr als Proben lagern

In den vergangenen Jahren hat die Lungenbiobank ihr Angebot deutlich erweitert. Neben der Bereitstellung von Biomaterialien entwickelt sie auch Gewebe- und Zellkulturmodelle für die Forschung. Dazu gehören etwa Precision-Cut Lung Slices (PCLS) aus Operationsrestgewebe. In diesen dünnen Gewebeschnitten bleibt die Struktur von Tumor- oder Lungengewebe erhalten. So können Forschende beispielsweise das Zusammenspiel von Tumorzellen, Immunzellen und Blutgefäßen untersuchen. Auch Air-Liquid-Interface-Kulturen gehören zum Angebot. Aus Bronchus-Restgewebe lässt sich dabei das menschliche Atemwegsepithel im Labor nachbilden – etwa für die Erforschung von Atemwegsinfektionen oder neuen Wirkstoffen.

Rund 50 Forschungsprojekte pro Jahr

Die Lungenbiobank unterstützt heute Partner aus Wissenschaft und Industrie und begleitet jährlich rund 50 Forschungsprojekte. Mit ihren Schwerpunkten auf Lungenkrebs und interstitiellen Lungenerkrankungen ist sie heute eine wichtige Infrastruktur für nationale und internationale Forschungsprojekte.

Aktuell arbeiten neun Studienassistentinnen, vier technische Assistenten, drei Fachkräfte für medizinische Dokumentation, drei Datenmanager und eine Qualitätsmanagerin in der Biobank. Diese interdisziplinäre Struktur hat die Qualität der klinischen Proben- und Datenerhebung sowie deren strukturierte Bereitstellung für Forschungsprojekte deutlich verbessert. Seit 2023 ist die Lungenbiobank nach ISO 20387 teilakkreditiert.

Ihr Ziel bleibt auch nach 25 Jahren dasselbe: hochwertige Proben, Daten und Modelle so verfügbar zu machen, dass aus ihnen neue Erkenntnisse für eine bessere Diagnostik und Therapie von Lungenerkrankungen entstehen können.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

www.thoraxklinik-heidelberg.de/forschung/sektion-translationale-forschung-stf/sektion-translationale-forschung-stf/